Sinusbodenelevation

Ein Mangel an Knochensubstanz im Kiefer kann entstehen durch

  • Krankheiten wie Zahnbettschwund oder
  • die fehlende Beanspruchung nach Verlust eines Zahnes

Die Höhe und Dicke des Oberkieferknochens reicht dann nicht für einen dauerhaften Halt des Zahnimplantates aus. Um dem Implantat mehr Knochendicke und Subtanz für seine dauerhafte Verankerung zu bieten, können wir den Kieferhöhlenboden anheben, das heißt, einen Sinuslift durchführen. Der Eingriff wird üblicherweise in örtlicher Betäubung durchgeführt, wahlweise auch in Vollnarkose. Der Kieferknochen wird an der Implantatstelle freigelegt. Man bereitet seitlich, vom Wangenbereich kommend, ein Fenster in die Kieferhöhlenseitenwand. Danach wird mit speziellen Instrumenten die Kieferhöhlenschleimhaut vorsichtig angehoben. Der Begriff „Sinuslift“ bezeichnet diesen Vorgang. Dadurch entsteht zwischen der Kieferhöhlenschleimhaut und dem Boden der Kieferhöhle ein Hohlraum. Dieser Hohlraum wird schrittweise mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Entscheidend für das weitere Vorgehen ist die Resthöhe des vorhandenen, festen Oberkieferknochens. Gewährleistet die eigene Knochensubstanz eine ausreichende „Primärstabilität“ des Implantates, kann dieses direkt in der Sitzung, in welcher der Sinuslift erfolgt, implantiert werden. Bei zu geringer Resthöhe des Knochens, wählt man das „zweizeitige“ Vorgehen: Zunächst wird nur der Sinuslift vorgenommen, während das Einsetzen des Implantates in einer zweiten Sitzung erfolgt – etwa sechs Monate später, wenn sich das eingefüllte Knochenersatzmaterial zu festem Knochen umgewandelt hat. Nach ausreichender Einheilzeit, kann das Zahnimplantat mit dem eigentlichen Zahnersatz, beispielsweise einer Krone oder Brücke, bestückt werden.

© Kinderzahnärztin Dr. Uta Salomon und Zahnärztin Dr. Katja Helmer 2017
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